©Bernd Mielich
The Future is…
Kunstwerke
Fantasievoll und facettenreich spinnen 14 Comiczeichnerinnen aktuelle Debatten um Klima, Gender und Technologie weiter. Sie berichten von schönen, schrecklichen und überraschenden neuen Welten. Ein Einblick in künstlerische aktuelle Positionen, die die deutsche Comicszene so besonders machen.
Bea Davies


Bea Davies (1990 in Italien; lebt in Berlin) wuchs in Italien, Südkorea und den Vereinigten Staaten auf und lernte durch den Einfluss ihrer Familie schon früh das Zeichnen. Ihr historischer Comic Der König der Vagabunden (2019) wurde für den Berthold Leibinger Comicbuchpreis nominiert. 2025 erschien ihr Comic Super-GAU, der die Auswirkungen der Fukushima-Katastrophe auf das Leben in Berlin thematisiert.
Bea Davies zeichnet ein Forschungsprogramm, das KI-Modelle nutzt, um die bestmöglichen Zukunftsszenarien für die Menschheit zu simulieren. Ihre Geschichte wirft Fragen zur Rolle von Technologie in der Zukunft und ethischen Fragen solcher Entwicklungen auf.
Sheree Domingo

Sheree Domingo, *1989 in Böblingen. Sie studierte an der Kunsthochschule in Kassel und an der Luca School of Arts in Brüssel. Ihr Debüt „Ferngespräch“ (Grimmelshausen Förderpreis 2021) wurde 2019 von Edition Moderne veröffentlicht. Zusammen mit dem Autor Patrick Spät erschien 2022 „Madame Choi und die Monster“, für das sie den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung erhielt, und das Englisch, Französisch und Koreanisch erschienen ist. Ihr dokumentarischer Comic „Portrait einer Straßenecke“, veröffentlicht in der Anthologie „Gerne würdest du allen so viel sagen“ (avant, 2023), gewann den Förderpreis der Internationalen Bodenseekonferenz 2023. Sheree lebt und arbeitet in Berlin.
In ihrem Beitrag beschreibt Sheree Domingo eine Zukunft, in der alle Fische ausgestorben sind. Eine Person kehrt in ihre Heimatinseln zurück, während die Zivilisation am Rande des Zusammenbruchs steht. Trotz der Verzweiflung gibt es einen Hoffnungsschimmer, der eine Chance auf Erlösung und Wiederherstellung bietet.
Maki Shimizu


Maki Shimizu (1981 in Tokio; lebt in Berlin) übersetzt Alltagsmomente in stilistisch klare Linien und ausdrucksstarke Bilder. Ihre „Adagio“-Comics begleiten die Erlebnisse ihrer Alter Egos in der Metropole, bis zur umfassenden Graphic Novel Über Leben (2021), die mit einer krimihafte Erzählweise soziale Milieus und persönliche Geschichten verbindet. Mit einem Zitat von Picasso: „Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen lässt“ begann ihre Reise in die bildende Kunst. Seit 2006 arbeitet Maki als Zeichnerin und Illustratorin in Berlin und konnte bereits mehrere Publikationen realisieren, unter anderem „Über Leben“ im Jaja Verlag.
Maki Shimizu präsentiert in ihrer Geschichte eine humorvolle und fantasievolle Vision der Zukunft, in der bunte, plüschige Wesen die Welt bevölkern. Ihre Erzählung spielt mit den Themen Kommunikation, Gemeinschaft und Beziehungen zwischen verschiedenen Lebensformen.
In Kooperation mit dem Schauraum für Comic und Cartoon

©Bernd Mielich